Leistung der Trümmerfrauen nicht vergessen

In Gedenken an die Berliner Trümmerfrauen begrüßte der Bundesvorsitzende Michael Schulz alle Anwesenden im Volkspark Hasenheide in Berlin-Neukölln.

Das Denkmal an diesem Ort kennen bestimmt viele nicht und man vergisst auch schnell die Generation der Trümmerfrauen, die unser Land wieder aufgebaut haben. Das Trümmerfrau-Denkmal ist eine Skulptur zur Erinnerung an die Leistungen der Berliner Trümmerfrauen, die den Schutt des Zweiten Weltkrieges vielfach mit bloßen Händen beiseite geräumt hatten. Aus den Trümmern des Krieges waren in Berlin mehrere Hügel entstanden, darunter die Rixdorfer Höhe. Der Berg wurde aus rund 700.000 m³ Schutt im Volkspark Hasenheide aufgeschichtet. Bei seiner Freigabe als Erholungsstätte zu Pfingsten 1954 schlugen der Präsident des Abgeordnetenhauses Otto Suhr und Neuköllns Bezirksbürgermeister Kurt Exner vor, den Trümmerfrauen auf dem Trümmerberg ein Denkmal zu setzen.

Am 9. Juli 1987 also vor 30 Jahren nahm sich in Berlin Ruth-Silvia Niendorf mit 66 Jahren das Leben. Eine Trümmerfrau. Der Lohn aus Nachkriegs-Zeiten bescherte ihr nur eine Mini-Rente. Das Sozialamt verweigerte ihr zusätzliches Geld. Sie konnte mit ihrer niedrigen Rente eine Mieterhöhung nicht mehr tragen.

In diesem Zusammenhang mit dem 9. Juli als Gedenktag für die Trümmerfrauen, hat der Seniorenschutzbund der Grauen Panther regelmäßige Treffen an diesem Ort ins Leben gerufen. In dieser Tradition wollen auch Die Grauen – Für alle Generationen der Trümmerfrauen gedenken.

Der Bundesvorsitzende Michael Schulz betonte: „Es ist beschämend, wie mit unserer älteren Generation auch heute noch umgegangen wird! Wir brauchen keine Versprechungen, sondern schnelle Hilfe! Die Altersarmut in unserem Land wird größer und die verantwortlichen Politiker schauen zu, denn Ihnen geht es gut. Und wir möchten nicht ohnmächtig zusehen, dass sich Menschen das Leben nehmen weil sie in Armut leben müssen.“